Von der Wald- und Holzwirtschaft im Kanton Bern

Liebe Zunftangehörige und Freunde unserer Gesellschaft !
Unter dem Titel «Wald und Holz in der Schweiz – Wissenswertes rund um den Rohstoff unserer Zunftberufe» durfte ich Ihnen im Zunftbrief 2005 die Wald- und Holzwelt der Schweiz näher bringen. Da erscheint es reizvoll, drei Jahre später den Kreis enger zu ziehen und den kleineren, aber keineswegs weniger bunten Wald-und Holzkosmos des Kantons Bern etwas zu beleuchten. Der Beitrag konzentriert sich auf die Waldwirtschaft und das holzindustrielle Gewerbe der ersten Verarbeitungsstufe, die Halbfabrikate herstellt: Bretter, Balken, Platten und weitere Erzeugnisse, die dann durch Zimmereien, Schreinereien, Möbelfabriken und anderen Gewerben zu Fertigprodukten weiterverarbeitet werden.

Der Berner Wald: viele kleine und grosse Eigentümer

Die Wald-und Holzwirtschaft in der Schweiz widerspiegelt mit kleinräumigen Strukturen das föderalistisch-dezentrale Grundkonzept: der zu rund drei Viertel in öffentlicher Hand befindliche Waldbesitz verteilt sich auf 3‘300 Forstbetriebe mit durchschnittlich 270 ha Wald. Extrem wirds im Privatwald, denn dort verzeichnen wir rund 240‘000 Waldeigentümer mit durchschnittlich bloss 1,3 ha Waldfläche. ähnlich stehts im Kanton Bern: 48 Prozent der Waldfläche verteilt sich auf 36‘000 private Waldeigentümer. 45 Prozent der Waldfläche gehören den Gemeinden, 1 Prozent dem Bund und 7 Prozent dem Kanton. 2005 gab es im Kanton 515 öffentliche Forstbetriebe, wovon allerdings nur elf Betriebe mehr als 1‘000 ha Waldbesitz haben. Knapp 200 öffentliche Waldeigentümer besitzen demgegenüber jeweils weniger als 50 ha Wald, darum lassen viele dieser Kleinbetriebe ihren Wald durch spezialisierte Forstunternehmungen bewirtschaften. Der Kanton ist grösster einzelner Waldeigentümer. Die Wälder des Kantons werden vom kantonalen Staatsforstbetrieb bewirtschaftet, allerdings werden heute viele Arbeiten – insbesondere Holzereiarbeiten – durch private Forstunternehmer mit modernen leistungsfähigen Maschinen ausgeführt.

Gebirgsharvester: effizientes pflegliches Holzereisystem für den steilen Bergwald

Der Staatswald: eine Besonderheit

Der Berner Staatswald hat eine interessante Vorgeschichte. Die meisten Wälder gehörten früher der Obrigkeit beziehungsweise dem Staat. Die Nutzungsrechte lagen weitgehend bei den Gemeinden und Privaten. Im 19. Jahrhundert beauftragte die Regierung den Forstdienst, mit den Gemeinden Verträge zu schliessen «zwecks Bereinigung der Eigentumsverhältnisse an den Waldungen». Der Abschluss dieser sogenannten Kantonnementsverträge gestaltete sich recht schwierig. Oft verblieben dem Staat nur noch abgelegene Waldungen. Die grossflächigen Abholzungen in den Voralpen und Alpen führten im 19. Jahrhundert zu wiederholten Unwetterkatastrophen in der ganzen Schweiz, aber auch im Kanton Bern. Der Berner Staat hat daher im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Berggebiet gezielt Weideflächen aufgekauft und anschliessend aufgeforstet (Gurnigel, Hohnegg, Brienzer Wildbäche usw.). Teilweise mussten die Alpen auch enteignet werden. Diese Aufforstungen sind grösstenteils noch heute im Besitz des Staates.

Grösse und Zusammensetzung des Berner Waldes

Die gesamte Berner Waldfläche betrug 1995 rund 177‘000 ha (inklusive Gebüschwald), was rund 30 Prozent der Kantonsfläche sind. Die Tendenz ist steigend, da immer mehr unrentable aufgegebene Land- und Alpwirtschaftsflächen sich natürlich wiederbewalden – was daran erinnert, dass im unberührten Zustand der grösste Teil der Schweiz bis auf Meereshöhen von 1‘700 bis 2‘200 m über Meer bewaldet wäre. In der Periode 1985 bis 1995 hat die Fläche des Berner Waldes um rund 4‘000 ha oder 2,5 Prozent zugenommen. Dies entspricht etwa der Fläche des Bielersees. Die Zunahme fand vor allem in den Alpen, Voralpen und im Jura statt. Im Mittelland hingegen blieb die Waldfläche praktisch unverändert. Das gerade in Auswertung befindliche Landesforstinventar III des Bundes wird hier bald aktuellere Zahlen liefern.

Auf eine im Kanton Bern wohnhafte Person entfällt im Durchschnitt ein Stück Wald von 0,184 ha, was einer Kreisfläche mit einem Radius von 24 m entspricht. Bern liegt damit nahe beim Schweizer Schnitt von 0,172 ha. Die Waldfläche pro Kopf variiert innerhalb des Kantons stark: Im Mittelland beträgt der Radius der Kreisfläche pro Einwohner rund 18 m, im Jura hingegen 43 m. Die Berner Wälder haben einen Nadelholzanteil von 77 Prozent, 23 Prozent sind Laubwälder. Im Jura ist der Nadelholzanteil mit 65 Prozent etwas tiefer, im Oberland mit 84 Prozent höher. 91 Prozent aller Bäume im Kanton Bern sind entweder Fichten, Weisstannen oder Buchen. Die jeweilige Baumartenzusammensetzung hat vielfältige Ursachen. Wichtige Faktoren sind der Bodentyp, das Lokalklima, die Exposition (Himmelsrichtung der Waldfläche), der Wasserhaushalt und die Höhenlage; diese Kombination ergibt unterschiedliche natürliche Waldtypen, die sogenannten Waldgesellschaften. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Waldfunktion, die Bewirtschaftungsgeschichte, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Zielvorstellungen des Waldbesitzers.

Holzvorrat, Wuchsleistung und Nutzung

Der Holzvorrat ist das stehende Holzvolumen eines Bestandes oder einer Fläche. Im Kanton Bern beträgt der Holzvorrat 445 m3/ha. Er liegt über dem schweizerischen Durchschnitt von 366 m3/ha. Im gesamten Berner Wald stehen rund 75,5 Millionen m3 Holz. Das entspricht 18 Prozent des Holzvorrates in der gesamten Schweiz. Jede Minute wachsen im Berner Wald 3,5 m3 Holz zu. Das entspricht ungefähr einem Würfel von 1,5 m Kantenlänge. Pro Hektare und Jahr wachsen im Kanton Bern durchschnittlich 10,8 m3/ha Holz nach. Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 9,2 m3/ha und Jahr. Im Jahr 2005 wurden in der gesamten Schweiz rund 5,28 Millionen m3 Holz geerntet. Davon stammen knapp 20 Prozent (1,05 Mio. m3) aus dem Berner Wald.

Waldfunktionen

Der Wald hat nach der Definition des Eidgenössischen Waldgesetzes Schutz-, Nutz-und Wohlfahrtsfunktionen. 23 Prozent der Waldfläche des Kantons Bern erfüllen eine besondere Schutzfunktion, weitere 55 Prozent erfüllen generelle Schutzfunktionen. 6 Prozent der Waldfläche haben die Vorrangfunktion Natur- und Landschaftsschutz, weitere 6 Prozent haben die Vorrangfunktion Freizeit, Erholung und Sport.

Die Wälder der Burgergemeinde Bern

Der zweitgrösste Berner Waldbesitzer nach dem Kanton ist die Burgergemeinde Bern. Sie besitzt 3‘500 ha eigenen Wald, und betreut rund 600 ha Wälder anderer Eigentümer. Der Forstbetrieb der Burgergemeinde produziert jährlich rund 26‘000 m3 Holz.

Gattersäge: traditionelle Verarbeitungsmethode in kleineren Sägwerken

Ein Grossteil des Burgerwaldes liegt in der Region Bern; daneben gehört aber auch Gebirgswald zum Portefeuille, zum Beispiel ein grosses Areal südlich des Flugplatzes von Saanen. Die Burgergemeinde Bern pflegt über 90 Prozent der Wälder in der Agglomeration von Bern, was zu besonders hohen Anforderungen führt, denn diese Waldungen werden sehr intensiv zu Erholungs-und Freizeitzwecken genutzt. Da wird von vielen Waldbesuchern, die den Wald ein Stück weit als «ihren» Wald anschauen, die Waldbewirtschaftung besonders intensiv beobachtet – und kommentiert! Denn wie bei der Armee und beim Sport haben wir es hier mit einem besonderen Phänomen zu tun: in Waldfragen ist nahezu jeder Schweizer und jede Schweizerin Experte oder meint es zumindest...

Zusammenhänge im komplexen ökosystem Wald: ein Exkurs

Wir Forstleute stellen immer wieder fest, dass das komplexe öko-und Wirtschaftssystem «Wald» von den wenigsten Leuten umfassend und ganzheitlich verstanden wird, und dauernde Information und Aufklärung eine überaus wichtige Tätigkeit darstellt. Waldbilder, die optisch von vielen Leuten als «schön» und natürlich empfunden werden, bieten nicht unbedingt immer diejenigen Funktionen, die aus Natur- und Umweltschutzsicht wichtig und zweckmässig sind. Eine hohe kleinflächige Vielfalt an Tieren und Pflanzen – die sogenannte Biodiversität – und reaktionsfähige ökosysteme entstehen und bestehen oft dann, wenn dynamische externe Faktoren vorhanden sind, die zu so genannten Störungsmustern führen. Solche Störungen führen zu Pionier-und Sonderstandorten, die oft eine hohe Vielfalt von speziellen oder seltenen Lebewesen beheimaten, also Spezialisten, die sich im Lauf der Evolution an besondere Lebensräume angepasst haben. Diese natürliche Dynamik besorgte vor Jahrtausenden die Natur selber: durch Stürme, Erdrutsche, mäandrierende Bäche, überschwemmungen, Brände oder durch grosse Tiere, die durch Futtersuche, Graben und Wühlen für dauernde Abänderung der Landschaft sorgten. In unserer heutigen «gebändigten» und kontrollierten Kulturlandschaft sind diese natürlichen Störungsmuster weitgehend zurückgedrängt. Doch sorgt der Mensch durch seine intensiven Tätigkeiten gleichzeitig auch für die nötigen und sehr wichtigen Ersatzlösungen: sei es durch das Betreiben von Kies- und Lehmgruben, durch übungstätigkeiten der Armee auf Schiessplätzen und in Panzertrainingsgeländen – oder eben durch die Waldwirtschaft, durch das Fällen von Bäumen und durch das clevere Verändern von Waldstrukturen. Ein grober Holzschlag von erheblicher Ausdehnung mag für Laien auf den ersten Blick als Waldverwüstung erscheinen, und man bedauert das Verschwinden derjenigen Bäume, an denen man jahrzehntelang vorbei spazierte. Aber: effektiv kann damit bei geschickter Ausführung grosser Mehrwert für viele Pflanzen und Tiere geschaffen werden! Und die intensive Nutzung und Verwendung von Holz schafft viele gesamtökologische Vorteile für Mensch und Umwelt. Die Klimapolitik ist da nur ein, aber besonders prominenter Aspekt. Um langfristige natürliche Abläufe in unberührten Waldflächen zuzulassen, hat die Burgergemeinde Bern etwa 350 ha oder rund 10 Prozent ihrer Waldfläche als Reservate ausgeschieden.

Die Berner und Schweizer Holzindustrie: Branche im Grossumbruch

Unter Holzindustrie werden neben den klassischen Sägewerken auch Hobelwerke, Furnierwerke und Hersteller von sogenannten Holzwerkstoffen verstanden. Kerngeschäft eines Sägewerks ist das Zerlegen von Rundholz zu Brettern,

Rundholz-Lagerplatz eines Grosssägewerks

Balken, Leisten usw. sowie das nachfolgende Trocknen, Hobeln oder Konfektionieren. Holzwerkstoffe entstehen, indem Rundholz beispielsweise zu Brettern oder Spänen zerlegt wird, die nachher durch Leim oder andere Verbindungsmittel wieder zusammengefügt werden. Zweck dieses Vorgangs ist die Schaffung von Bauteilen mit besonderen bzw. kontrollierten Eigenschaften wie hohen Festigkeiten, homogenen Querschnitten oder hoher Formstabilität. Damit kann ein Nachteil problemlos wettgemacht werden, den das naturgemäss teilweise inhomogene Holz gegenüber völlig homogenen Baustoffen wie Stahl oder Kunststoff hat.

In den über 400 klassischen aktiven Sägewerken der Schweiz (ohne Kleinstsägewerke unter 750 m3 Jahreseinschnitt) werden rund 2,3 Millionen m3 Rundholz verarbeitet, wovon 90 Prozent Nadelholz ist. Das Laubholz wird zu einem Grossteil entweder in der Zellstoff- und Papierindustrie verarbeitet, als Brennholz verwertet oder aber exportiert. Die Schweizer Sägewerke verarbeiten derzeit rund zwei Drittel der in der Schweiz genutzten, sägefähigen Baumstämme. Im Kanton Bern gibt es 2007 über 70 aktive Sägewerke, die pro Jahr über 300’000 m3 Baumstämme verarbeiten. Das war einmal völlig anders: In der Zeit des 1. Weltkriegs zählte der Bernische Sägereiverband über 320 aktive Betriebe, die allerdings eine ähnlich grosse Gesamtmenge wie heute produzierte, aber aus vielen Kleinbetrieben bestand. Die Schweizer und damit auch die Berner Sägeindustrie befindet sich derzeit im wohl grössten Strukturwandel ihrer Geschichte. In den Jahren 1995 bis 2005 hat über 10 Prozent der Werke den Betrieb eingestellt; andererseits haben die verbliebenen Betriebe ihre Produktion um 15 Prozent steigern können. Vor allem in den grösseren Betrieben haben erhebliche Kapazitätserweiterungen stattgefunden, sodass heute die Hälfte der Produktion in den 30 grössten der über 400 Betriebe erbracht wird. Die Pro-Kopf-Leistung pro Angestellten stieg im Zeitraum von 1996 bis 2002 (Stichprobenjahre des Bundesamts für Statistik) von 800 auf 1‘240 m3 verarbeitetes Rundholz – eine stolze Steigerung in kurzer Zeit, die den Strukturwandel eindrücklich belegt.

Die grösste Zäsur begann im Jahr 2007, als im bündnerischen Domat/Ems das Grosssägewerk der oberösterreichischen Stallinger-Gruppe den Betrieb aufnahm. Dieses leistungsfähige Werk braucht derart viel Holz, dass der Rohstoff schweizweit beschafft werden muss – auch im Kanton Bern. Damit steigt die bisherige jährliche Verarbeitungsleistung von rund 2,2 Millionen m3 Nadelrundholz um rund 600‘000 m3 an! Im Kanton Bern will die grösste Sägereigruppe nächstens mit der Verdoppelung ihrer Produktion an den Standorten Worb und Erlenbach im Simmental beginnen, was einen Anstieg von 100‘000 auf 200‘000 m3 bedeutet. In den Nachbarkantonen sind ebenfalls Ausbauten vorgenommen worden oder geplant, und im solothurnischen Luterbach dürfte nächstens Baubeginn für ein zweites Sägewerk in der 600‘000 m3-Klasse sein. Bauherr ist hier die traditionsreiche Schilliger Holz AG, deren Mutterhaus in Küssnacht am Rigi anlässlich des Zunftausflugs 2007 besucht werden konnte. Nun stellt man sich die berechtigte Frage, ob der Schweizer Wald überhaupt genug Holz liefern kann. Mit den genannten Aus-und Neubauten wird der Rohstoffbedarf aller Schweizer Sägewerke im Jahr 2010 rund 4 Millionen m3 Nadelrundholz pro Jahr betragen. Hier ist der Bedarf des Grosssägewerkprojekts (Leistung 1 Mio. m3 pro Jahr) im seeländischen Müntschemier, das derzeit in den Berner Medien für viel Furore sorgt, noch gar nicht enthalten. Nach den neuesten Zahlen des Bundes kann der Schweizer Wald nachhaltig unter den aktuellen ökonomischen Gesichtspunkten etwa 3,5 bis 4 Millionen m3 sägefähiges Nadelholz pro Jahr bereitstellen. Damit ist leicht zu erkennen, dass es für die Rohstoffversorgung des gigantischen Projekts im Müntschemier offenbar nicht auch noch reicht – es sei denn, dass parallel andere Werke stillgelegt werden oder das Rundholz aus fernen Ländern importiert wird, was angesichts hoher Transportkosten für das schwere Massengut Holz kaum in Frage kommt.

Es sieht also ganz so aus, als dass sich die bernische Holzwirtschaft in einer äusserst bewegten Zeit befindet. Langeweile wird vorerst keine aufkommen ...

Plädoyer für die Holznutzung

Holz nutzen – Warum ?
Gemäss dem Berner Forstdienst gibt es sieben gute Gründe, den Wald zu nutzen. Holz Verwenden ist aktiver Umweltschutz. Das war schon zur Gründerzeit unserer Zunft der Fall, und gilt heute auch noch – oder sogar mehr denn je. Nachfolgend werden die sieben Argumente des Kantonalen Amts für Wald leicht ergänzt wiedergegeben.

  • Im Kanton Bern wird heute weniger Holz geschlagen, als nachwächst. Diese Entwicklung ist nicht nachhaltig. Die Wälder werden dadurch dunkler, artenärmer und instabiler.
  • Der einheimischen Wirtschaft steht ein günstiger Roh stoff zur Verfügung. Zudem werden im ländlichen Raum Arbeitsplätze erhalten.
  • Waldbewirtschaftung und Holzverwendung wirken sich positiv auf den Klimaschutz aus. Holz als Baustoff oder Energieträger zu nutzen ist ökologisch sinnvoll, da der Rohstoff Holz CO2-neutral ist. Der einheimische und CO2 neutrale Energieträger Holz entlastet damit die CO2-Bilanz des Kantons Bern erheblich. Damit leisten wir einen Beitrag an die Verringerung des Ausstosses von Treibhausgasen. Die Produktion von Bauteilen aus Holz ist relativ energiesparend möglich, und mit Holzbauten können besonders gut energiesparende Gebäudetypen (Minergie- oder Passivhausstandard) realisiert werden.

Raupenharvester: bodenschonende leistungsfähige Erntemaschine für Hangneigungen bis zu 40%.

  • Bei der Holznutzung schaffen wir günstige Verhältnisse für die Jungpflanzen. Bei sachgerechter Ausführung der Holzschläge wird dadurch die Artenvielfalt in den Wäldern gefördert. Viele Insekten, aber auch einzelne Baumarten sind auf viel Licht angewiesen.
  • Regelmässig durchforstete Wälder sind stabiler gegen natürliche Einflüsse wie Stürme und Lawinen. Nur verjüngte Wälder mit einer kräftigen Jungbestockung sind stabil gegenüber Umwelteinflüssen und erfüllen die wichtigen Waldleistungen wie Schutz vor Naturgefahren oder Erholung.
  • Wir können uns den Luxus nicht leisten, empfindliche Nadelwälder in Nordosteuropa oder tropische Wälder weiter zu plündern und gleichzeitig auf die Nutzung unserer Wälder zu verzichten.
  • Die Waldgesetzgebung gewährleistet hohe ökologische Standards bei der Waldbewirtschaftung: Kahlschläge sind verboten und Holzschläge müssen vom Forstdienst bewilligt werden.

Markus Brunner, Mitglied des Vorgesetztenbotts, dipl. Forsting. ETH,
stellvertretender Direktor des Verbands Holzindustrie Schweiz,
Mottastrasse 9, 3000 Bern 6